Umbau des Gersthofer Platzl ist im Plan

Gersthofer Platzl - Umbau
Lesedauer: 3 Minuten

Erste Teile des neuen Gersthofer Platzl sind bereits fertig, an vielen anderen Stellen wird noch gearbeitet. „Unser Währing“ hat sich die Baustelle angeschaut und bringt einige „Vorher-Nachher“-Bilder. Nichts dran ist an Gerüchten über angebliche Pläne für die Thimiggasse.

Bau von Süd nach Nord

Langsam nimmt das neue Gersthofer Platzl Gestalt an. Begonnen haben die Arbeiten Anfang Juli auf der südlichen Seite bei der Währingerstraße. Hier sind einige Teile bereits fast fertig. Auf der nördlichen Seite, vor dem „Tchibo“ und im Bereich Währingerstraße/Simonygasse schaut es hingegen noch weitgehend aus wie früher. Bis Ende August sollen die Bauarbeiten auf jeden Fall abgeschlossen sein. Am 11. September wird der neue Platz dann mit einem Fest offiziell eröffnet.

Zwei Bäume und ein Trinkbrunnen

Schwerpunkt der Arbeiten ist im Moment im Bereich der früheren Haltestelle des 10a. Hier wird der Gehsteig künftig mehrere Meter breiter sein, außerdem stehen hier dann zwei Bäume. Die Ränder der neuen Baumscheiben sind bereits gut erkennbar, auch wenn darin jetzt noch Steine und Baumaterial liegen. Und bereits installiert ist der neue Trinkbrunnen. Die genauen Pläne für den ganzen Platz können Sie hier nachlesen.

Umleitungen für Fußgänger und Öffi-Benutzer

Nicht optimal sind die Umleitungen für die Fußgänger und die Hinweisschilder für die Öffi-Benutzer. Beim Lokalaugenschein von „Unser Währing“ querten viele Fußgänger die Gersthofer Straße beim Zebrastreifen bei der Wallrißstraße (vor dem Prokopp) – obwohl dieser Zebrastreifen eigentlich gesperrt ist. Mehrmals gab es Fragen, wo der 10a stehen bleibt und wo der Zugang zur S45 ist. Ein Pensionist irrte sogar durch die Baustelle, nachdem er eine Lücke im Bauzaun entdeckt hatte, und stand dann vor der geschlossen Tür zur Station der Schnellbahn. Der Zugang zu den Schanigärten der Lokale ist aber weiterhin möglich.

Deutlich mehr Platz für Fußgänger am Gersthofer Platzl

An den Stellen, die bereits weitgehend fertig sind, sind die Vorteile des neuen Platzls zu erkennen. Der Gehsteig auf der stadtauswärtigen Seite beim „Schuhmacher Triebl“ ist deutlich breiter. Ein Schutz für die Fußgänger durch ein Gitter wird daher voraussichtlich nicht mehr nötig sein. Breiter ist auch der Gehsteig auf der gegenüberliegenden Seite vor dem Gastgarten des „Cafe Mocca“ – hier wird es künftig auch einen Radstreifen in Richtung Norden geben. Und vor dem „Prokopp“ in der Wallrißstraße haben Fußgänger jetzt mehr Platz um darauf zu warten, dass die Ampel grün wird.

Keine Pläne für Radweg durch Thimiggasse

Eine politische Partei verbreitet seit Wochen Gerüchte, dass ein Radweg durch die Thimiggasse geplant sei. Nicht ganz zufällig stand in einer Boulevard-Zeitung dann ein reißerischer Bericht über die „überfallsartig“ Zerstörung einer Grünoase. Tatsächlich gibt es bei sieben der acht Pflanzbeete in diesem Bereich der Gasse keine Änderungen. Die Entfernung eines Beetes im Kreuzungsbereich ist auch keine Überraschung: Auf den Plänen für den Umbau, die seit mehreren Jahren vorliegen, ist das entsprechend eingezeichnet.

Falls die Einbahn in der Thimiggasse künftig für das Radfahren geöffnet werden sollte, sei die Entfernung eines Beets an der Kreuzung notwendig, heißt es dazu aus der Bezirksvorstehung. Daher sei das beim jetzigen Umbau schon mit erledigt worden. Das sei besser als die Straße später noch einmal aufzureißen. Konkrete Pläne gebe es dafür aber genauso wenig wie einen Zeitplan.

Umbau war jahrelang politisch umstritten

Erstellt hat den Plan für den Umbau die Gruppe „Lebenswertes Gersthof“ der Agenda Währing gemeinsam mit Magistrat und Wiener Linien. Der Umbau war jahrelang umstritten und wurde erst durch den deutlichen Sieg der Grünen bei der letzten Bezirksvertretungswahl möglich – hier können Sie die Vorgeschichte nachlesen.

Photos: Müller-Schinwald

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