Neuer Durchgang bei der Gersthofer Straße

Robert Zöchling bei der neuen Karlweisgasse
Lesedauer: 2 Minuten

Einen neuen direkten Weg zum 41er bietet die neue Karlweisgasse. Bisher war sie eine der kürzesten Straßen des Bezirks – sie bestand nur aus zwei Stümpfen an der Peter-Jordan-Straße im Westen und der Felix-Dahnstraße im Osten. Seit dem Herbst ist der Durchgang hier geöffnet. Der Weg bietet sich auch für Spaziergänge in Corona-Zeiten an.

Gewidmet, aber nicht ausgebaut – das galt bis zum vergangenen Herbst für die Karlweisgasse, erklärt Robert Zöchling, der stellvertretende Bezirksvorsteher. Wer bisher vom Bereich der Peter-Jordan-Straße zum 41er kommen wollte, musste große Umwege in Kauf nehmen – hier gibt es jetzt eine deutliche Abkürzung.

Als die Straßen in diesem Teil des Bezirks vor über hundert Jahren geplant wurden, war eigentlich eine Verlängerung des südlichen Astes der Felix-Dahn-Straße bis zur Peter-Jordan-Straße vorgesehen. Tatsächlich errichtet wurde diese Verbindung aber nicht – es existierten nur zwei Umkehrplätze für Autos an den beiden Enden der geplanten Straßen, der Rest der Fläche wurde als Garten für die angrenzenden Häuser oder war einfach, wie Zöchling meint, eine Gstättn.

Kürzere Wege und bessere Anbindung an die Straßenbahn

Durch den Bau einer neuen Wohnanlage auf einem schmalen Grundstück zwischen Gersthoferstraße und Peter-Jordan-Straße war es notwendig , die Gebäude an die öffentlichen Straßen anzubinden – die Einfahrt in die Tiefgarage ist in der Gersthofer Straße, zu Fuß sind sie von dieser Seite aber nicht erreichbar. Daher wurde ein knapp einhundert Meter langer Teil der Karlweisgasse ausgebaut, so wie es ursprünglich vorgesehen war. Am Plan ist das deutlich zu erkennen. Auf der Straßenkarte (links) war bisher nichts eingezeichnet. Am Flächenwidmungsplan (rechts) ist deutlich die Schneise für die Straße zu erkennen.

Bezirk nützt die Gelegenheit einen neuen Durchgang zu schaffen

Seit 1997 gibt es den Beschluss des Bezirks, diese Straße zu öffnen, 2004 gab es die ersten Planungen. Aber Proteste der Anrainer, die verständlicherweise nicht auf den zusätzlichen Freiraum verzichten wollten, verzögerten das Projekt über mehrere Jahre. Durch den Neubau gab es aber keine andere Möglichkeit mehr: Unter dem Weg verlaufen auch die Wasser-, Strom- und Gasleitungen. Der vordere Teil wurde asphaltiert, der hintere Teil gepflastert – von hier gibt es einen direkten Durchgang zur Stiege zur Gersthoferstraße. Am Bild ganz rechts ist zu sehen, wo die Karlweisgasse eigentlich noch 170 Meter weiter gehen sollte: Hier ist aber weiterhin eine Wiese, der Durchgang bis zum eigentlichen Ende der Karlweisgasse ist nicht möglich.

Benannt wurde die Gasse übrigens nach dem Schriftsteller und Eisenbahn-Inspekteur Carl Karlweis (eigentlich Carl Weiß, 1850-1901). Eine Stiege verbindet den neuen Abschnitt der Karlweisgasse unten mit der Gersthoferstraße und oben mit der Felix-Dahn-Straße. Die neue Wohnanlage ist durch eine Tiefgarage in er Gersthoferstraße zu erreichen, das Grundstück darüber liegt noch brach.

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