Kontaktbesuchsdienst sucht neue MitarbeiterInnen

Kontaktbesuchsdienst
Lesedauer: 2 Minuten

Wie erfahren ältere Menschen ohne guten Zugang zum Internet, welche Hilfs- und Unterstützungsangebote es für sie gibt? Der Kontaktbesuchsdienst versucht hier einzuspringen. In Währing werden dafür neue ehrenamtliche MitarbeiterInnen gesucht.

Unterstützung, die direkt etwas bewegt

Die Aufgabe sei sehr erfüllend und sinnstiftend erzählt Ursula Dickbauer von den Wiener Sozialdiensten. Immer wieder bekomme sie von den Freiwilligen die Rückmeldung, dass sich durch ihre Arbeit ganz konkret etwas für ältere MitbürgerInnen verbessert habe. Trotzdem sei es in den letzten beiden Jahren schwer gewesen zusätzliche Menschen anzusprechen: Die Corona-Pandemie sei hier ein großes Hemmnis gewesen.

Der Bezirk ist Ansprechpartner für ältere MitbürgerInnen

Wer sich schon einmal mit den verschiedenen Hilfs- und Pflegeangeboten in Wien beschäftigt hat weiß, dass es weitreichende Unterstützung von verschiedenen Stellen gibt. Das ist auf der einen Seite gut, auf der anderen Seite kann die Vielfalt auch verwirrend wirken.

Barbara Ruhsmann Seniorenbeauftragte Währing

Wer sich nicht auskennt, wie die richtigen Ansprech-Stellen zu finden sind, kann sich an den Kontaktbesuchsdienst wenden. Organisiert wird er von den Wiener Sozialdiensten gemeinsam mit der Bezirksvorstehung und der SeniorInnen-Beauftragten Barbara Ruhsmann.

Das Angebot des Kontaktbesuchsdienstes richtet sich an WähringerInnen und Währinger ab 75 Jahren. Informationen gibt es zu Fragen wie Pflegegeld, Unterstützung für daheim, Hilfe für pflegende Angehörige, Freizeitangebote für SeniorInnen und noch einiges mehr.

„Silver Ager“ die sich sozial engagieren wollen

Prinzipiell kann sich jeder Bezirksbewohner und jede Bezirksbewohnerin melden um beim Besuchsdienst mitzuarbeiten. Die Suche nach neuen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen richte sich aber vor allem an Menschen in der „nachberuflichen Phase“ sagt Dickbauer und muss über diesen Begriff selbst ein wenig schmunzeln. Gemeint sind Menschen die vor nicht allzu langer Zeit in Pension gegangen sind oder demnächst in Pension gehen werden. Für sie es leichter sich in die Sorgen und Bedürfnisse der älteren MitbürgerInnen hineinzuversetzen.

Istock

Am Beginn steht eine Einschulung über die verschiedenen Angebot die es in Wien gibt. Es sei nicht die Aufgabe die Pflege oder Betreuung zu organisieren, betont Dickbauer. Die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen des Kontaktbesuchsdiensts sollen Informations-Drehscheiben sein und an die entsprechenden Stellen weiterverweisen, zum Beispiel beim Fonds Soziales Wien oder den Pensionistenclubs.

Einschulung und freie Zeiteinteilung

Die Zeiteinteilung ist weitgehend frei. Einmal im Monat gibt es eine gemeinsame Besprechung im Bezirksamt, dazu kommen zwei bis drei Halbtage Hausbesuche im Monat. Oft gehe es nur darum zu reden. Das sei in vielen Fällen genau so wichtig wie die eigentliche Beratung.

Bei Interesse wenden Sie sich an die Wiener Sozialdienste, Frau Mag.a Ursula Dickbauer.

Telefon: 01 98121 DW 1710

email: ursula.dickbauer(a)wiso.or.at

Homepage: www.wienersozialdienste.at

Bilder: istock, Kontaktbesuchsdienst, Luiza Puiu

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