Klimapreis: Ihre Idee zählt!

Ingrid Jelem
Lesedauer: 3 Minuten

Bis Mitte Juli läuft die Einreichfrist für den Währinger Klimapreis. Alle BewohnerInnen des Bezirks haben so die Möglichkeit, ihre Vorschläge und Ideen einzubringen, sagt Ingrid Jelem, die Vorsitzende des Umwelt-Ausschusses des Bezirksparlaments. Wir haben aie gefragt, wie Klimaschutz im Bezirk umgesetzt werden kann.

Mit vielen kleinen Schritten zum Ziel

Wenn man will dass das Leben so gut bleibt,wie es derzeit ist, muss man bereit sein sehr viel zu ändern, sagt Ingrid Jelem. Um die Auswirkungen des Klimawandels erträglich zu machen, muss an vielen großen und kleinen Rädchen gedreht werden. Und um Ideen für die kleinen Rädchen zu finden, hat der Bezirk den Klimapreis ausgeschrieben. Es geht darum, Vorschläge zu sammeln und die EinreicherInnen dabei zu unterstützen sie umzusetzen. Und weil beim Reden die Leute zusammenkommen, soll der Preis auch Bewusstsein dafür schaffen, dass die Gesellschaft nicht einfach so weitermachen kann wie bisher.

Klimapreis: Frist bis 15. Juli

Beim Klimapreis gibt es heuer drei Kategorien und eine Sonderkategorie

  • Ressourcenschonung – Projekte zu umweltverträglichem und effizientem Umgang mit Ressourcen.
  • Klimafreundliche Mobilität – Projekte zur Förderung von umweltfreundlichem Unterwegs-Sein.
  • Umwelt schonen und Zusammenhalt fördern – Projekte für respektvollen Umgang mit Menschen und Umwelt.
  • Sonderpreis für Kinder bis 14 Jahre: Meine Idee für einen klimafreundlichen Bezirk

Insgesamt 3.000 Euro Preisgeld für verschiedene Projekte

Insgesamt sind 3.000 Euro Preisgeld für die verschiedenen Kategorien vorgesehen. Der Preis wird heuer bereits zum dritten Mal vergeben. Die Liste der früheren PreisträgerInnen ist lang und bunt. Zum Beispiel gab es ein Projekt um Pflanzen in den öffentlichen Raum zu bringen, wiederverwertbare Verpackungen zu entwickeln, um Essen von Lokalen mitzunehmen, ein Schülerinnenprojekt hatte das Ziel, die Geschwindigkeit von Autos zu senken, Freiflächen im Bezirk sollten in Blumenwiesen umgewandelt werden, Lebensmittel gerettet, gemeinsam gepflanzt und geerntet werden und noch einiges mehr.

Alle Informationen und die Formulare zur Einreichung gibt es auf der Homepage der Bezirksvertretung.

Nicht alle eingereichte Projekte konnten auch tatsächlich umgesetzt werden. Die finanzielle Hilfe des Bezirks soll dazu dienen zu prüfen, ob die Ideen funktionieren können. Einreichberechtigt sind physische Personen, Unternehmen, Vereine und auch Arbeitsgruppen ohne Rechtspersönlichkeit. In der Bewerbung muss ausgewiesen werden, welchen Beitrag die EinreicherInnen selbst zur Umsetzung leisen wollen. Insgesamt können die einzelnen TeilnehmerInnen bis zu drei Projekte vorschlagen.

Jury Klimapreis

Jury wählt die Projekte aus

Über den Sommer prüft eine Jury die eingereichten Projekte – die SiegerInnen werden dann im Herbst bekannt gegeben. Die Jury besteht einerseits aus ExpertInnen von Universitäten und Fachorganisationen. Andererseits entsendet auch jede der Fraktionen im Bezirksparlament eine VertreterIn in die Jury.

Umweltausschuss: Den Bezirk lebenswerter machen

Der Klimapreis ist nur eines von vielen Projekten, die der Umweltausschuss des Bezirksparlaments umsetzt. Er prüft und diskutiert Anträge aus der Bezirksvertretung. Dazu hat Vorsitzende Ingrid Jelem immer wieder ExpertInnen aus verschiedenen Bereichen eingeladen, um gute Lösungen zu finden, zum Beispiel von den Wiener Linien oder von verschiedenen Abteilungen des Wiener Magistrats. Eine gemeinsame Exkursion mit dem zuständigen Förster hat den Ausschuss in den Währinger Teil des Wiener Waldes gebracht. Und im vergangenen Sommer gab es mit der Organisation „Ploggerei“ eine gemeinsame Aktion, um Zigarettenstummel einzusammeln.

Lange politische Erfahrung

Jelem ist vor zwei Jahren das erste Mal in das Bezirksparlament gewählt worden, sie hat aber große politische Erfahrung. Die gebürtige Niederösterreicherin kennt die Parks von Währing seit ihrer Kindheit, weil sie damals im 9en Bezirk gewohnt hat. Im Lauf ihres Lebens ist die Pensionistin immer wieder zwischen Wien und Niederösterreich hin- und hergewechselt, hat als Trainerin und Lehrerin gearbeitet und auch die Waldorfschule in Schönau mitbegründet. Früher war sie grüne Gemeinderätin in der niederösterreichischen Gemeinde Bromberg und im Landesausschuss der niederösterreichischen Grünen. Inzwischen ist sie fix in Währing angekommen. Als Gemeinderätin einer kleinen Gemeinde können man mehr umsetzen als im Bezirksparlament, meint sie, die Wiener Landesverfassung setze der Arbeit Grenzen. Erreichen könne man aber trotzdem etwas. Denn eines sei klar: Wenn wir angesichts der Klimakrise den Kopf in den Sand stecken und nichts tun, werde sich alles verändern.

Kneuer, Zöchling, Jelem, Rotter, Veit


Ausschüsse der Bezirksvertretung

Um Themen inhaltlich vorzubereiten und zu diskutieren hat die Bezirksvertretung fünf Ausschüsse und Kommissionen eingerichtet. Von links oben nach rechts unten:

Ingrid Jelem leitet den Umwelt-Ausschuss, Martin Rotter die Mobilitäts-Komission, Marcel Kneuer den Finanz-AusschussRaphaela Veit die Bezirksentwicklungs-Komission und Robert Zöchling den Bau-Ausschuss.

Bilder: Astrid Knie, MBA18/Baubinder, Müller-Schinwald

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