Demokratie braucht Information – Die Ziele von „Unser Währing“

Schulvorplatz Schulgasse

Vor vier Jahren war die Schulgasse beim Schupertpark noch eine ganz normale Straße. Ich war damals Obmann des Elternvereins und gemeinsam mit der Direktorin und anderen Eltern hatten wir den Wunsch, die Straße zwischen Park und Schule sicherer zu machen. Inzwischen ist dieses Vorhaben umgesetzt worden, der verkehrsberuhigte Schulvorplatz ist das neue Herz des Grätzels geworden.

Damals wussten wir nicht, an wen wir uns wenden sollten. Bezirksvorsteherin Silvia Nossek hat das Projekt von Beginn an unterstützt aber uns war klar, dass das nicht reicht: Wir mussten uns auch um die Unterstützung der anderen Parteien im Bezirksparlament bemühen, die AnrainerInnen überzeugen, Lobbying für das Projekt betreiben. Aber wer waren die Ansprechpartner?

Wer sind die AnsprechpartnerInnen in der Bezirkspolitik?

Im Internet und auf Social Media waren die meisten Parteien damals noch nicht präsent – das kam erst etwa zwei Jahre vor dem Wahlkampf. Wer sind die konkreten Personen, die im Bezirk entscheiden, wo erreicht man sie , wie können sie angesprochen und überzeugt werden? Wo ist die Plattform um Informationen zu verbreiten und die Bevölkerung im Bezirk anzusprechen? Genau das will „Unser Währing“ erreichen: Erklären und transparent machen, wie Politik im Bezirk funktioniert, wer entscheidet, welche Gründe für Entscheidungen ausschlaggebend sind. Kurz: Die Grundlage dafür liefern, dass demokratische Prozesse im Bezirk richtig funktionieren können.

Um beim Projekt „Schulvorplatz“ zu bleiben: Nachdem der Umbau konkret wurde, begannen Gerüchte im Bezirk umzugehen. Auf diversen Facebook-Gruppen wurden Lügen und Falschinformationen gestreut. In einigen Fällen weiß ich, wer diese Lügen verbreitet hat. In anderen Fällen blieb es bei anonymen Profilen, die keiner realen Person zugeordnet werden können. Und einige politischen Parteien im Bezirk haben bei dieser Verbreitung von Un- und Halbwahrheiten gerne mitgemacht. Umgesetzt wurde es trotzdem und das Wahlergebnis in den Sprengeln rund um den Schulvorplatz spricht eine deutliche Sprache: Eine große Mehrheit ist damit einverstanden und zufrieden.

Gerüchte sind keine Basis für demokratische Entscheidungen

Das gleiche Spiel gab es dann bei anderen Projekten im Bezirk. Gerüchte, Halbwahrheiten, absichtlich oder unabsichtlich verbreitete Missverständnisse. Aber so funktioniert Demokratie nicht. Damit die Menschen im Bezirk Entscheidungen treffen können, brauchen sie verlässliche, gut recherchierte Informationen. Die bestehenden Medien im Bezirk können oder wollen das leider nicht liefern. Das kommerzielle Interesse und die politische Orientierung der Medieninhaber ist immer wieder deutlich zu spüren. Oft fehlt auch einfach die Zeit, komplizierte Themen bis zum Ende auszurecherchieren.

Diese Homepage ist ein Versuch, ein Experiment. Sie hat nicht das Ziel Geld zu verdienen, die Artikel sind also nicht davon abhängig ob jemand Inserate schaltet oder nicht. Sie steht auch keiner Partei und keiner politischen Gruppe nahe, ist mit niemandem verhabert. Fehler können immer passieren, niemand ist vor Irrtümern und Missverständnissen gefeit. Aber es geht nicht darum einen „Spin“ oder „Narrativ“ zu verbreiten.

Raunzen ist keine Alternative

Damit wir unseren Bezirk gemeinsam gestalten können braucht es Diskussionen, Austausch und das berühmte „Bohren harter Bretter“. Um etwas zu verändern reicht es nicht, auf Social Media zu stänkern, herumzuschimpfen und zu pöbeln. Veränderung funktioniert am besten mit gegenseitigem Respekt und dem Verständnis, dass auch andere Positionen auf legitimen Interessen basieren können.

Schreiben Sie uns, was Sie wissen wollen, was Sie interessiert, über welches Thema im Bezirk Sie mehr und genaueres erfahren wollen. Wir werden versuchen, die Politik und die Entscheidungen im Bezirk noch offener und noch transparenter zu machen. Damit demokratische Entscheidungen im Bezirk auf Fakten basieren und nicht auf Hörensagen und Gerüchten.

Für die Redaktion: Markus Müller-Schinwald

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