Die Bäume am Gersthofer Platzl sind da

Gersthofer Platzl neu alt
Lesedauer: 2 Minuten

Mit der Pflanzung von fünf Ulmen ist der Umbau des Gersthofer Platzl weitgehend fertig. Bis sie wirklich Schatten spenden können, wird es aber noch einige Jahre dauern. „Unser Währing“ vergleicht die Situation am Platzl vor und nach dem Umbau.

Nur der neue Bücherschrank fehlt noch

Wer heute am Gersthofer Platzl umsteigt oder einkaufen geht, kann kaum verstehen, warum der Umbau jahrelang umstritten war. Die Lokale haben den Platz bereits in Beschlag genommen und Schanigärten aufgestellt, auch die neuen Bänke sind fast durchgängig besetzt – sogar beim aktuellen Lokalaugenschein von „Unser Währing“ an einem Sonntag vormittag. Endlich ist genug Platz um von der Straßenbahn zur S-Bahn zu gehen ohne auf die Straße steigen zu müssen, um anderen Passanten auszuweichen. Was jetzt noch fehlt ist nur mehr der neue Bücherschrank, für den eine Gruppe rund rund um die Initiative „Art18“ weiterhin um Spenden bittet.

Fünf „New-Horizon-Ulmen“ am Platzl

Bei der Wahl der Baumsorte hat sich der Magistrat an dem Baum orientiert, der schon bisher am Platzl steht: Der Ulme zwischen den Stationen des 40er und 41er. Bei den fünf neuen Bäumen handelt es sich um „New-Horizon-Ulmen“ die mit der schwierigen Umweltsituation in der Stadt besonders gut zurechtkommen sollen.

Vorher – Nachher dank „Juxtapose“-Bildvergleich

Um das Platzl vor und nach dem Umbau vergleichen zu können, war „Unser Währing“ im Frühjahr immer wieder in Gersthof unterwegs. Mit der sogenannten „Juxtapose“-Technik können Sie den Ist-Zustand mit der Situation vor dem Umbau vergleichen. Bewegen Sie den Schieber mit der Maus über das Bild. Auf der linken Seite bzw. unten sehen Sie den früheren Zustand, auf der rechten Seite bzw. oben die aktuellen Bilder.

Kürzer Übergang zum „Prokopp“

Der Übergang von den Haltestellen zum Prokopp ist durch den Umbau deutlich kürzer geworden. Außerdem wurde die Grünphase für FußgängerInnen verlängert. Dadurch haben sie noch mehr Zeit um sicher über die Straße zu kommen.

Bäume und Bänke statt der Fahrbahn

Am stärksten spürbar ist der Umbau direkt vor den Marktständen am Eck, also bei der früheren Haltestelle des 10a. Der Gehsteig wurde hier um mehr als zwei Meter versetzt. Wo früher Autos gefahren sind, wachsen heute die Ulmen.

Schwelle und Zebrastreifen statt der Ampel beim „Tchibo“

Eine deutliche Verbesserung für FußgängerInnen gibt es vor dem „Tchibo“. Statt auf zwei Spuren können die Autos jetzt nur mehr auf einer Spur in die Gersthofer Straße einbiegen. Dafür wurde die Ampel entfernt, FußgängerInnen kommen daher schneller auf die andere Seite zu den Haltestellen.

Verlängerte Bahnsteige vor dem „Billa“

Auf der stadteinwärtigen Seite wurden die Bahnsteige der Straßenbahn um mehrere Meter verlängert. Außerdem gibt es vor dem „Billa“ eine Schwelle, um die Autos zu abbremsen zu zwingen. Dadurch wird der Übergang zur Station des 9er sicherer und einfacher.

Bei der Neugestaltung des Platzes wurden die AnrainerInnen im Rahmen der „Agenda Währing“ intensiv miteinbezogen. Wenig zufriedenstellen ist die Situation am Platzl weiterhin für Radfahrende. Die Geschwindigkeit der durchfahrenden Autos ist zwar gesunken, es gibt aber weiterhin keinen baulich getrennten Radweg.

Photos + Grafik: Müller-Schinwald

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