Das sind die Hotspots der Straßenbahn-Blockaden

Auto blockiert Straßenbahn
Lesedauer: 2 Minuten

Kreuzgasse und Währingerstraße – hier werden die Straßenbahnen besonders oft durch falsch abgestellte Fahrzeuge blockiert. Die Bezirksvorstehung führt eine genaue Liste, an welchen Stellen es Probleme gibt. „Unser Währing“ zeigt, wo dringender Handlungsbedarf besteht, damit die Straßenbahnen mit ihren tausenden Fahrgästen zügig vorankommen.

371 Blockaden pro Jahr in Währing

Währing ist einer der vier am stärksten betroffenen Bezirke bei den Bim-Blockaden, heißt es von den Wiener Linien. Mehr als einmal pro Tag muss hier eine Straßenbahn warten, weil ein falsch geparktes Fahrzeug die Schienen blockiert. Der Fahrplan gerät durcheinander und jedes Mal kommen hunderte Fahrgäste zu spät. Seit 2015 führt die Bezirksvorstehung gemeinsam mit den Wiener Linien eine genaue Liste, wo die Blockaden stattfinden, um entsprechende Maßnahme zu setzen.

Wirksamste Maßnahme: Parkplätze auflösen

Die effektivste Möglichkeit um Blockaden zu verhindern ist, die Parkplätze in diesem Bereich aufzulösen. Durch Pflanzbeete, vorgezogene Gehsteige oder gekennzeichnete Abstellplätze für Motorräder oder Fahrräder. „Unser Währing“ hat im Juli über einige Stellen berichtet, an denen das gut gelungen ist: In der oberen Kreuzgasse bei den Häusern 63 bis 65 gab es früher 25 Mal pro Jahr Blockaden – seit dem Umbau keine einzige mehr. Da auch die Hormayrgasse in Hernals umgebaut wurde, ist die Straßenbahnlinie 9 in diesem Bereich inzwischen fast immer ohne Verzögerungen unterwegs.

Hot-Spots der Straßenbahn-Blockaden in der Kreuzgasse

Kreuzgasse 30

Kreuzgasse 30

Die untere Kreuzgasse zwischen Gürtel und Hormayrgasse ist im Moment das Sorgenkind des Bezirks, besonders das Stück im Bereich des Hauses Nummer 30. Im Vorjahr wurde die Straßenbahn hier 22 Mal blockiert – der höchste Wert in ganz Währing.


Kreuzgasse 51

Kreuzgasse 51

Knapp dahinter liegt das Haus Kreuzgasse 51. Hier kam es insgesamt 16 Mal zu Blockaden.


Kreuzgasse 29

Kreuzgasse 27

Platz Drei der Blockaden in Währing: Das Haus Kreuzgasse 27 mit insgesamt 11 Blockaden.


Hot-Spots der Straßenbahn-Blockaden in der Währinger Straße

Währinger Straße 128

Währinger Straße 128

Seit dem Umbau kommen die Straßenbahnen deutlich zügiger voran als früher. An einzelnen Stellen kommt es trotzdem immer wieder zu Problemen. Besonders oft im Bereich des Hauses Nummer 128 mit insgesamt sieben Blockaden pro Jahr.


Währinger Straße 123

Währinger Straße 123

Ex-äquo auf dem ersten Platz in der Währingerstraße liegt das Haus Nummer 123. Auch hier gab es Vorjahr sieben Mal Straßenbahn-Blockaden.


So kann die Lösung aussehen: Gersthofer Straße

Straßenbahn nicht mehr blockiert

Gersthofer Straße 140

Das Straßenstück beim Haus 140 war früher die am stärksten betroffene Stelle in der Gersthofer Straße: 15 Mal pro Jahr wurde die Straßenbahn hier blockiert. Seit Abstellplätze für Motorräder und Fahrräder eingerichtet wurden, kommt es zu keinen Blockaden mehr.

Bezirkspolitik versucht gegenzusteuern

In der Bezirksvorstehung kennt man die Probleme sehr genau. Gemeinsam mit den Wiener Linien werden ständig Maßnahmen getroffen, damit die Straßenbahnen ohne Probleme durch den Bezirk kommen. Die Kreuzgasse und die Währinger Straße seien aber eigentlich zu eng für zwei Fahrbahnen und zwei Parkspuren. Es gebe nur eine echte Lösung: Die komplette Auflösung der Parkspuren im betroffenen Bereich. Das sei politisch aber nicht durchsetzbar.

Außerdem seien die Strafen für die Blockaden zu gering. In vielen Fällen schleppt die Polizei die Autos nicht einmal ab, die Feuerwehr „versetzt“ sie einfach um einige Centimter. In der Vergangenheit sei bereits einiges erreicht worden, schreibt Bezirksvorsteherin Silvia Nossek, sie verspricht an dem Thema dran zu bleiben.

Straßenbahn nicht mehr blockiert
Kreuzgasse nach Umbau

Photos: Müller-Schinwald

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