Das Amtshaus wird zum Impfzentrum

Impfteam der Johanniter in der Martinstraße

Bis zu 300 Personen können jeden Tag im Amtshaus in der Martinstraße gegen Covid19 geimpft werden. Die Stimmung ist gut, das zeigt ein Besuch von “Unser Währing”. Und das Team der Johanniter erklärt, worauf bei der Impfung zu achten ist.

Ein Wiedersehen mit den Enkeln – darauf freuen sich viele PatientInnen bei der Impfung, erzählt Anna Grahsl. Sie leitet die Impfstation in der Martinstraße. Vom ersten Stock des Amtshauses koordiniert sie das Team, das die Impfungen durchführt: Eine Ärztin, drei Krankenschwestern und je nach Bedarf bis zu zehn Mitarbeiter der Johanniter. Sie haben den Standort übernommen, weil sie einen ihren Stützpunkte in der Nähe in der Herbeckstraße haben. Insgesamt gibt es derzeit elf Impfstandorte in Wien, die von unterschiedlichen Organisationen wie dem Roten Kreuz oder dem Arbeiter-Samariterbund betreut werden.

Erste Frage: Welcher Impfstoff?

Wer einen Impftermin zugewiesen bekommen hat, meldet sich als erstes im Erdgeschoß an – Gesichtsmaske und Handdesinfektion sind dabei ein Muss. Und schon hier kommt die häufigste Frage: Welcher Impfstoff wird eingesetzt? Aussuchen kann man sich das Mittel nicht. Wer Bedenken hat, kann sich bei der diensthabenden Ärztin beraten lassen – das komme immer wieder vor, sagt Grahsl. Dass nach der Beratung jemand auf die Impfung verzichte, sei aber extrem selten.

Corona-Impfungen

Die Ärzte erklären auch, wie auf mögliche Nebenwirkungen reagiert werden soll. Eigentlich handelt sich dabei um Impfreaktionen, die durchaus erwünscht sind: Der Impfstoff soll im Körper eine Wirkung erzielen. Eine leichte Schwellung an der Impfstelle, Kopfschmerzen oder leichtes Fieber sind ganz normal. Wenn diese Symptome nach 48 Stunden nicht verschwinden, soll bei einem Arzt nachgefragt werden.

Impfstandort kann nicht frei gewählt werden.

Am liebsten würde sie alle impfen, die vorbeikommen, erzählt Anna Grahsl, das Team in der Martinstraße hat aber nur wenig Spielraum: Alles erfolgt streng nach der Impfstrategie. Die Koordination aller Impfungen in Wien erfolgt bei der Hotline “1450”. In der Regel soll die Impfstation in der Nähe des Wohnortes sein, das kann aber nicht immer garantiert werden. Dass angemeldete Patientinnen oder Patienten nicht kommen, sei selten. Falls doch meldet sie die entsprechenden Zahlen an “1450”, die dann versucht andere Impfwillige anzurufen. Vor dem Amtshaus zu warten, dass Dosen übrig bleiben, habe daher keinen Sinn.

Pünktlich zum Impftermin kommen

Die Gänge des Amtshauses sind eng, der Warteraum ist begrenzt. Standortleiterin Anna Grahsl bittet, nicht zu früh zu kommen, es gebe einfach zu wenig Platz. Beim Besuch von “Unser Währing” gelingt es trotzdem, dass die Patientinnen und Patienten die Sicherheitsabstände einhalten – der Großteil von ihnen ältere Leute.

Anna Grahsl - Johanniter

Und die Stimmung ist gut. Bei der Impfung selbst gebe es zwei Reaktionen, erzählt das Team der Johanniter. Die erste: Überraschung, dass es sich um eine normale kleine Spritze handle – viele würden offenbar Riesenspritzen wie in amerikanischen Arztserien erwarten. Und die zweite: Freude, dass die Impfung endlich erledigt ist.


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